Geflügelhof Kurz

Qualität aus Baden-Württemberg

Was bestimmt die Qualität der Eier?

Die Qualität der Eier unterscheidet sich v.a. in der Frische, Schalenqualität, der Qualität des Eiinnern und der Größe der Luftkammer. Eier, die in den Handel gelangen sind immer Eier Güteklasse A.

Was heißt Güteklasse A?

Eier der Güteklasse A sind frische Eier, deren Schale sauber und unverletzt ist, nicht unförmig ist.
Im Handel werden praktisch nur Eier der Klasse A angeboten.

Was ist der Unterschied zwischen weißen und braunen Eiern?

Außer in der Schalenfarbe unterscheiden sich weiße und braune Eier nicht. Ein weißes Ei hat die gleichen Nährstoffe und Vitamine wie ein braunes Ei. Braune und weiße Eier haben ebenfalls die gleichen Kocheigenschaften. Die Farbe der Eier hängt von der sogenannten Ohrscheibe (kleine Hautpartie am Kopf, “Ohrläppchen?) der Henne ab, und nicht etwa von der Farbe des Gefieders. Eine weiße Ohrscheibe bedeutet weiße Eier, eine rote Ohrscheibe bedeutet braune Eier.

Warum gibt es große und kleine Eier?

Die Größe eines Eis und das Ei-Gewicht hängen vom Alter der Hühner ab. Je älter eine Henne ist, desto größer sind die Eier, die sie legt. Junghennen legen kleine Eier.
Die in der EG üblichen Größen sind:

Klasse XL: über 73 Gramm

Klasse L: 63 - 73 Gramm

Klasse M: 53 - 63 Gramm

Klasse S: unter 53 Gramm





Was macht die Dotterfarbe hell oder dunkelgelb?

Viele Konsumenten glauben, daß Eier mit dunkelgelbem Eidotter von Freilandhühnern stammen. Dies kann - muß aber nicht - sein. Die Dotterfarbe wird durch die Wahl der Futterkomponenten beeinflußt. Wir füttern viel Körnermais, der dem Eidotter eine schöne dunkelgelbe Farbe gibt.
Die Dotterfarbe entsteht durch die Nahrung, die das Huhn aufnimmt. Natürliche Farbstoffe geben dem Dotter seine Farbe. In verschiedenen Obst- und Gemüsesorten kommen die natürlichen Farbstoffe Carotinoide in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Auch im Hühnerfutter sind gelbe Farbstoffe im Mais und Gras enthalten und geben dem Dotter somit eine kräftige gelbe Farbe. Je mehr das Huhn davon aufpickt, um so kräftiger wird die Farbe.
Der Einsatz von Carotinoiden im Legehennenfutter dient aber hauptsächlich zur Unterstützung von lebensnotwendigen Aufgaben im Organismus. Viele Carotinoide werden im Körper zu Vitamin A umgebaut. Diese dienen als Schutzstoffe der Körperzellen und der Haut, zur Entgiftung, stärken das Immunsystem und sind wichtig für die Sehfunktion.


Woher kommen die Blut- oder Fleischflecken im Ei?

Vor allem bei Eiern von älteren Hennen kann es vorkommen, daß bei der Eibildung kleine Gewebeteile aus dem Legetrakt eingeschlossen werden, die dann beim aufgeschlagenen Ei als Fleisch- oder Blutflecken ersichtlich sind. Es handelt sich dabei nicht um ein angebrütetes Embryo! Ein solches Ei kann bedenkenlos konsumiert werden.


Wie sollten Eier gelagert werden?
Frische Eier haben - ebensowenig wie andere, leicht verderbliche Lebensmittel - nichts in der prallen Sonne zu suchen. Deshalb sollten z. B. Eier nach dem Kauf nicht längere Zeit im überhitzten Auto aufbewahrt werden. Extreme Temperaturschwankungen von kalt auf warm und warm auf kalt beeinträchtigen den natürlichen Selbstschutz des Eies, verschlechtern die Qualität und beschleunigen den Alterungsprozeß. Beim Kauf gekühlter Eier sollte man dafür sorgen, daß diese auch gekühlt nach Hause transportiert werden.

Der Alterungsprozeß bei Eiern läuft um so schneller ab, je höher die Lagertemperatur ist. Deshalb sollten Sie die Eier möglichst kühl lagern.

Eier sollten ab 18 Tage nach dem Legen (das entspricht 10 Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums) auf jeden Fall gekühlt gelagert werden.

Eier, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben sollten nicht mehr roh verzehrt werden. Durcherhitzt (70°C) sind sie aber auch danach noch zu verwenden, z.B. zum Backen und Kochen oder auch hartgekocht.

Lagern Sie die Eier nicht in der Nähe von Lebensmitteln mit ausgeprägtem Aroma, wie Fisch, Käse, Essig, Öl, Gewürze, Südfrüchte oder Waschmittel.

Eier sollten bis zum Verzehr grundsätzlich getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt werden. Denn durch die luftdurchläßige Eierschale können Fremdgerüche schnell ins Innere des Eies gelangen.

Was ist das “Mindesthaltbarkeitsdatum”?

Dieses Datum sagt, bis zu welchem Tag die Eier in die Güteklasse A eingestuft werden oder als “frisch” gelten. Die Zeitspanne vom legen bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum beträgt 28 Tage. Danach sollten Sie die Eier nur noch zum Backen oder Kochen verwenden.

Wie lange dauert es, bis die Eier vom Stall im Laden sind?

Bei uns werden die Eier täglich gesammelt und unmittelbar danach nach Gewicht und Qualität sortiert. Eigene Fahrzeuge liefern die Eier auf Wochenmärkte, in Geschäfte, Bäckereien, Metzgereien und Gastronomiebetriebe. Unsere Eier erreichen so von 24 bis spätestens 48 Stunden nach dem Legen die Endverbraucher.

Wie lange kann man Eier verwenden?

Am besten schmecken Eier 4 bis 10 Tage nach dem Legen. Die ersten 18-20 Tage haben Eier einen natürlichen Schutz und können deshalb in dieser Zeit auch ungekühlt gelagert werden. Während dieser Zeit verfügt das Ei über natürliche Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger und Keime. Falls Sie Eier länger als 20 Tage nach Legedatum behalten wollen, sollten Sie diese kühl wie möglich lagern. Kühl gelagerte Eier sind im Kühlschrank 2 bis 4 Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar.

Für Frischeier-Speisen, wie Tiramisu und Spiegeleier empfehlen wir frische Eier (maximal 18 Tage nach Legedatum) zu verwenden.

Eier sind keine Cholesterin-Bomben!

Eine Studie mit über 100.000 Teilnehmern hat überraschende Erkenntnisse gebracht. US-Forscher haben herausgefunden, dass die Angst vorm Ei völlig unbegründet ist. Sie fanden heraus, dass das im Ei enthaltene Lecithin sogar die Aufnahme des Cholesterins im Darm senkt. Demnach hat ein Ei pro Tag keinerlei Einfluss auf die Cholesterin-Werte. Und das tägliche "Eierlei" kann sogar vor Herzinfarkt schützen. Selbst bis zu vier Eier am Tag sind kein Problem. Denn jedes Hühnerei bringt seinen eigenen Cholesterin-Blocker gleich mit. Der heißt Lecithin und verhindert, dass schädliche Fette ins Blut gelangen.